Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gründen, weshalb Menschen einen Arzt aufsuchen. Von chronischen Rückenschmerzen spricht man, wenn die Beschwerden länger als zwölf Wochen andauern oder immer wiederkehren. Betroffen sind Menschen jeden Alters, häufig aber solche mit sitzender Tätigkeit, einseitiger körperlicher Belastung oder in Verbindung mit zunehmendem Lebensalter. Anders als bei akuten Schmerzen steht bei chronischen Verläufen nicht mehr nur die einzelne Ursache im Vordergrund, sondern auch, wie sich der Körper und das Nervensystem im Laufe der Zeit auf den Schmerz eingestellt haben.
Ursachen und typische Beschwerden
Chronische Rückenschmerzen entstehen selten durch eine einzelne Ursache. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen eine Rolle: Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule wie eine Arthrose der kleinen Wirbelgelenke, ein Bandscheibenvorfall, eine Verengung des Spinalkanals (Spinalkanalstenose) oder muskuläre Dysbalancen durch Schon- und Fehlhaltung. Auch psychische Belastung, Stress und Bewegungsmangel können die Schmerzwahrnehmung verstärken. Typisch sind ziehende oder drückende Schmerzen im unteren Rücken, gelegentlich mit Ausstrahlung in Gesäß oder Bein, sowie eine Morgensteifigkeit oder Verschlechterung nach längerem Sitzen. Nicht selten berichten Patienten, dass die Beschwerden mit der Zeit diffuser werden und sich nicht mehr eindeutig einer Bewegung oder Position zuordnen lassen.
Was Sie selbst tun können
Bei chronischen Rückenschmerzen ist Bewegung in der Regel sinnvoller als Schonung. Ein aktiver Lebensstil mit regelmäßiger, moderater Belastung kann dazu beitragen, die Rückenmuskulatur zu kräftigen und die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu erhalten. Dazu zählen etwa Spazierengehen, Schwimmen, Radfahren oder gezieltes Rückentraining. Auch auf ausreichend Schlaf, einen ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz und den Umgang mit Stress lohnt sich ein Blick, da diese Faktoren die Schmerzverarbeitung beeinflussen können. Wärmeanwendungen werden von vielen Patienten als angenehm empfunden. Wichtig ist, die eigene Belastungsgrenze wahrzunehmen, ohne in Angst vor Bewegung zu verfallen, denn diese kann eine Chronifizierung eher begünstigen.
Wann ein Arztbesuch sinnvoll ist
Halten die Schmerzen länger an, nehmen sie zu oder treten neue Beschwerden wie Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Kraftverlust in den Beinen auf, sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen. Das Gleiche gilt bei Schmerzen, die nachts auftreten, mit Fieber einhergehen oder sich durch keine Position lindern lassen. Eine fachärztliche Untersuchung hilft, ernsthafte Ursachen auszuschließen und die individuell passende Behandlung einzuordnen.
Wie wir in unserer Praxis vorgehen
In unserer Praxis in Hamburg-Rissen steht am Anfang immer eine gründliche orthopädische Untersuchung, bei der wir uns ein genaues Bild von Ihrer Beschwerdesituation, Ihrer Beweglichkeit und möglichen Vorbefunden machen. Je nach Befund kommen konservative, das heißt nicht-operative Verfahren infrage, etwa manuelle Therapie, gezielte Injektionsbehandlungen wie die periradikuläre Therapie (PRT), Akupunktur oder strukturierte Bewegungsprogramme. Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen ein Vorgehen zu finden, das zu Ihrer persönlichen Situation passt. Welche Maßnahme im Einzelfall geeignet ist, lässt sich erst nach einer ausführlichen Untersuchung beurteilen.
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→ Manuelle Therapie und Chirotherapie
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung und Beratung.
