Schmerzen an der Ferse gehören zu den häufigsten Beschwerden, mit denen Patienten in die orthopädische Sprechstunde kommen. Oft steckt dahinter ein sogenannter Fersensporn, eine knöcherne Ausziehung am Ansatz der Sehnenplatte der Fußsohle oder der Achillessehne. Betroffen sind vor allem Menschen mittleren und höheren Alters, aber auch Läufer und Personen, die beruflich viel stehen. Eine mögliche Behandlungsoption bei anhaltenden Beschwerden ist die Stoßwellentherapie, die als nicht-operatives Verfahren gilt.
Wie entsteht ein Fersensporn
Ursache ist meist eine dauerhafte Überlastung der sogenannten Plantarfaszie, eines bindegewebigen Sehnenstrangs, der von der Ferse zu den Zehen verläuft. Kleine wiederkehrende Reizungen am Ansatzpunkt führen mit der Zeit zu einer Verkalkung, die sich im Röntgenbild als spornartige Struktur zeigt. Begünstigt wird dies durch Übergewicht, Fehlstellungen des Fußes, ungeeignetes Schuhwerk oder starke sportliche Belastung. Nicht jeder Fersensporn verursacht Beschwerden, entscheidend ist meist die begleitende Entzündung der Sehnenplatte, die Plantarfasziitis genannt wird.
Typische Beschwerden
Charakteristisch ist ein stechender Schmerz an der Unterseite der Ferse, der besonders morgens nach dem Aufstehen oder nach längeren Ruhephasen auftritt, der sogenannte Anlaufschmerz. Im Tagesverlauf bessert er sich häufig, kehrt aber bei längerem Stehen oder Gehen zurück. Unbehandelt können die Beschwerden über Monate bestehen bleiben und den Alltag spürbar einschränken.
Was Sie selbst tun können
Zur Entlastung tragen unter anderem gut gepolstertes Schuhwerk, Fersenkissen oder Einlagen bei. Dehnübungen für die Wadenmuskulatur und die Fußsohle können ebenfalls hilfreich sein. Auch eine Reduktion des Körpergewichts kann die Belastung der Ferse verringern. Bei anhaltenden Beschwerden sollten solche Maßnahmen jedoch nicht ohne fachliche Einschätzung als alleinige Therapie fortgesetzt werden.
Wann ein Arztbesuch sinnvoll ist
Halten die Schmerzen länger als einige Wochen an oder nehmen sie trotz Schonung zu, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam. Nur so lassen sich andere Ursachen ausschließen und die Schwere der Reizung einschätzen. Eine gezielte Diagnostik, etwa mittels Ultraschall oder Röntgen, bildet die Grundlage für die weitere Behandlungsplanung.
Wie wir in unserer Praxis vorgehen
In unserer Praxis in Hamburg-Rissen klären wir zunächst durch eine körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren ab, ob und in welchem Ausmaß ein Fersensporn für die Beschwerden verantwortlich ist. Die Stoßwellentherapie arbeitet mit fokussierten, hochenergetischen Schallwellen, die von außen auf das betroffene Gewebe gerichtet werden. Man geht davon aus, dass dadurch Stoffwechselprozesse angeregt und Heilungsvorgänge im gereizten Gewebe unterstützt werden können. Die Behandlung erfolgt ambulant und ohne operativen Eingriff. Ob dieses Verfahren im Einzelfall geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab und wird nach der Untersuchung gemeinsam mit Ihnen besprochen.
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung und Beratung.
