Unser Leistungsspektrum
Wir sind eine konservativ arbeitende orthopädische Praxis: Wir operieren nicht. Was wir tun, liegt davor und danach – Beschwerden abklären, behandeln, was ohne Operation behandelbar ist, und wenn doch operiert werden muss, die Zeit danach begleiten.
Nichtoperativ versorgen wir das gesamte orthopädische Spektrum, von der Bandscheibe bis zum Fersensporn. Welche Beschwerdebilder das im Einzelnen sind, haben wir gesondert beschrieben:
→ Krankheitsbilder, die wir behandeln
Die Reihenfolge auf dieser Seite ist kein Zufall. Zuerst kommt, was Ihre Krankenkasse trägt, danach die Programme, die sie zusätzlich finanziert, und erst zuletzt das, was Sie selbst bezahlen müssten. So gehen wir auch im Sprechzimmer vor.
Was uns von anderen Praxen unterscheidet
Rehamedizin: der Facharzt für die Zeit danach
Nach einer Operation, einem Unfall oder bei einer chronischen Erkrankung bleibt oft mehr zurück als ein Befund: eine Schulter, die nicht über Kopf kommt, ein Arbeitstag, der nicht mehr durchzuhalten ist. Für diese Phase gibt es einen eigenen Facharzt.
Unsere Ärztin ist zusätzlich Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin. Sie plant Ihre Reha, beantragt sie, begleitet die Wiedereingliederung in den Beruf und sorgt dafür, dass der Aufbau nach der Reha nicht wieder einschläft.
→ Mehr über die Rehamedizin: Reha-Planung, Wiedereingliederung und Hilfsmittel
Zweitmeinung vor orthopädischen Operationen
Eine Operation an Knie, Hüfte, Schulter oder Wirbelsäule verändert etwas dauerhaft. Bevor Sie sich festlegen, lohnt ein zweiter, unabhängiger Blick auf Diagnose und Befunde. Wir operieren selbst nicht — was aus dieser Beratung einen Interessenkonflikt herausnimmt.
Bei vier planbaren Eingriffen haben gesetzlich Versicherte einen gesetzlichen Anspruch auf eine Zweitmeinung, die die Krankenkasse trägt. Steht Ihr Eingriff nicht auf dieser Liste, schauen wir trotzdem mit Ihnen darauf.
→ Mehr über die Zweitmeinung: Ablauf, Anspruch und was Sie mitbringen sollten
PRT & Spritzen an der Wirbelsäule
Nicht jeder Rückenschmerz braucht eine Spritze. Wenn aber eine Nervenwurzel gereizt ist, kann eine gezielte Injektion den Ausschlag geben. Unter Röntgenkontrolle bringen wir das Medikament exakt an die Stelle, an der der Schmerz entsteht – die periradikuläre Therapie, kurz PRT.
Wir setzen sie bei Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose und Neuroforamenstenose ein. In unserer Praxis ist sie eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen; ambulant wird sie sonst häufig nur als Selbstzahlerleistung angeboten.
→ Mehr über die PRT: Ablauf, Kosten und wann sie sinnvoll ist
→ Spritze gegen Rückenschmerzen: Hausarzt oder bildgesteuert?
Behandlungsverfahren
Manuelle Therapie und Chirotherapie
Untersuchung und Behandlung ausschließlich mit den Händen: Schmerzhafte Funktionsstörungen von Gelenken, Muskeln und Faszien werden zuerst aufgespürt, dann behandelt. Ein Bild zeigt, wie ein Gelenk aussieht — die Hand zeigt, wie es sich bewegt.
Das umgangssprachliche „Einrenken” ist dabei nur eine von mehreren Techniken. Welche zum Einsatz kommt, entscheidet der Befund. Als ärztliche Leistung mit der Zusatzbezeichnung Chirotherapie ist die Behandlung eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.
→ Mehr über die Manuelle Therapie: Techniken, Ablauf und Grenzen
Akupunktur
Die Akupunktur ist ein Reflexverfahren: Sie bringt keine Wirkung mit, sondern spricht die körpereigene Schmerzhemmung an und stärkt sie im Verlauf. Eine Sitzung dauert etwa zwanzig Minuten, üblich sind ein bis zwei Termine pro Woche über mehrere Wochen.
Bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule und bei Knieschmerzen durch eine Arthrose übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten, wenn die Beschwerden seit mindestens sechs Monaten bestehen. Bei anderen Beschwerdebildern rechnen wir sie als Selbstzahlerleistung ab.
→ Mehr über die Akupunktur: Ablauf, Kosten und was die Studien zeigen
Stoßwellentherapie: Kalkschulter, Fersensporn, Sehnenschmerz
Manche Sehnenschmerzen gehen nicht weg, weil der Körper eine Reparatur begonnen und nicht zu Ende gebracht hat. Gezielte Druckwellen lösen Verkalkungen auf und regen eine kräftigere Heilreaktion an – bei Kalkschulter, Fersensporn, Tennisellenbogen und Achillessehnenschmerz.
Beim Fersensporn ist die Behandlung unter bestimmten Voraussetzungen eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Bei den übrigen Beschwerdebildern rechnen wir sie als Selbstzahlerleistung ab.
→ Mehr über die Stoßwellentherapie: Ablauf, Kosten und wann sie sinnvoll ist
Hyaluronsäure - Knorpeltherapie
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit. Bei einer Arthrose wird diese Flüssigkeit dünner und der Schmierfilm schlechter. Was fehlt, lässt sich von außen ergänzen — dreimal innerhalb von etwa drei Wochen in das betroffene Gelenk gespritzt.
Am ehesten wirkt das bei beginnender bis mittelgradiger Arthrose. Kaum eine Behandlung wird allerdings so unterschiedlich bewertet wie diese: Auf der Seite sagen wir Ihnen, was dafür und was dagegen spricht.
→ Mehr über die Hyaluronsäure: Ablauf, Kosten und die widersprüchlichen Bewertungen
ACP / Eigenbluttherapie (PRP)
Aus einer gewöhnlichen Blutentnahme gewinnen wir Ihr plättchenreiches Plasma und spritzen es in das erkrankte Gelenk oder an die gereizte Sehne. Die Wachstumsfaktoren darin sollen die körpereigene Reparatur anstoßen — bei Arthrose, Tennisarm, Fersensporn, Achillessehnenschmerz und Sehnenbeschwerden.
Die Behandlung ist gut verträglich, aber keine Kassenleistung. Und die Studienlage ist uneinheitlich: Auf der Seite sagen wir Ihnen, was dafür spricht und was dagegen.
→ Mehr über die Eigenbluttherapie: Ablauf, Kosten und die Studienlage
Botulinumtoxin bei Muskel- und Sehnenschmerz
Botulinumtoxin senkt für einige Monate die Grundspannung eines Muskels und dämpft den Schmerz – Zeit, in der Bewegung und Aufbau wieder möglich werden. Am besten belegt ist die Anwendung beim Tennis- und Golferellenbogen und bei der chronischen Plantarfasziitis.
Für diese orthopädischen Beschwerdebilder ist der Wirkstoff nicht zugelassen; wir setzen ihn außerhalb der Zulassung ein und sagen Ihnen das vor der Behandlung, nicht danach. Bei chronischer Migräne, für die er zugelassen ist, gilt das nicht.
→ Mehr über Botulinumtoxin: Wirkweise, Studienlage und Kosten
Kinesio-Tape
Das elastische Baumwollband stabilisiert kein Gelenk – es verändert die Rückmeldung aus der beklebten Region und damit, wie sich eine Bewegung anfühlt. Die Studienlage dazu ist schwächer als bei allem anderen, was wir anbieten, und das sagen wir offen.
Wir tapen deshalb nur ergänzend, begleitend zu einer Behandlung, die auf Bewegung aufbaut – nie an deren Stelle.
→ Mehr über das Kinesio-Tape: was es kann und was die Studien sagen
Hochenergie-Induktionstherapie
Ein starkes Magnetfeld durchdringt das Gewebe berührungslos – durch die Kleidung, ohne Wärme, ohne Nadel – und soll dort Reparaturvorgänge anstoßen. Wir setzen es bei Arthroseschmerz, Sehnenbeschwerden der Schulter und Beschwerden der kleinen Wirbelgelenke ein, oft in Kombination mit der Stoßwellentherapie.
Als eines von wenigen Selbstzahlerverfahren hat es eine randomisierte, placebokontrollierte Studie vorzuweisen – eine einzelne allerdings, und mit Beteiligung eines Geräteherstellers. Was dafür und was dagegen spricht, steht auf der Seite.
Programme, die Ihre Krankenkasse bezahlt
Bei Arthrose und bei Rückenschmerz ist angeleitete Bewegungstherapie die Behandlung mit der stärksten Leitlinienempfehlung – stärker als jede Spritze. Für genau das gibt es Programme, die Ihre Kasse vollständig trägt, und wir nehmen an vieren davon teil: GLA:D bei Arthrose an Knie und Hüfte, dem DAK meinRückenCoach, Herodikos und der Allianz gegen Schmerz für Privatversicherte der Allianz.
Bevor wir über eine Leistung sprechen, die Sie selbst bezahlen müssten, sehen wir zuerst hier nach. Bringen Sie Ihre Versichertenkarte mit, dann schreiben wir Sie im Termin ein.
→ Mehr über die Kassenprogramme: Ablauf, Voraussetzungen und welche Kasse mitmacht
Leistungen, die Sie selbst bezahlen
Einige der oben genannten Verfahren tragen die gesetzlichen Krankenkassen nicht. Wir schlagen sie erst vor, wenn die Basistherapie ausgeschöpft ist, nie als alleinige Behandlung und nie an der Anmeldung – und wir legen vorher fest, woran wir messen, ob es gewirkt hat.
Auf einer eigenen Seite stehen unsere vier Bedingungen, die Preise aller Selbstzahlerleistungen und der Grund, warum wir den strengen Maßstab des IGeL-Monitors für richtig halten und ihn trotzdem gern auch anderswo angelegt sähen.
→ Unsere Haltung zu Selbstzahlerleistungen – und was sie bei uns kosten
