PRT-Spritze in Hamburg – gezielt an die Nervenwurzel
Wenn ein Bandscheibenvorfall auf einen Nerv drückt, hilft eine Tablette oft nur begrenzt. Sie verteilt sich im ganzen Körper, und dort, wo der Schmerz entsteht, kommt wenig an. Die periradikuläre Therapie – kurz PRT – geht den umgekehrten Weg: Wir bringen unter Röntgenkontrolle eine feine Nadel bis an die betroffene Nervenwurzel und geben das Medikament genau dorthin.
Was kostet die PRT-Spritze bei uns? Für gesetzlich Versicherte nichts. Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Behandlung in unserer Praxis in Hamburg-Rissen vollständig – ohne Zuzahlung und ohne Zusatzvereinbarung. Sie brauchen nur Ihre Versichertenkarte und ein aktuelles MRT.
Was kostet eine PRT-Spritze? Bei uns nichts.
Gesetzlich versichert: 0 Euro. Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die PRT in unserer Praxis vollständig – ob AOK, TK, Barmer, DAK, IKK, KKH oder BKK. Es gibt keine Zuzahlung, keine Zusatzvereinbarung und keine IGeL-Rechnung. Das gilt für jede Sitzung, auch wenn die PRT wiederholt werden muss.
Was die PRT anderswo kostet. Das ist nicht selbstverständlich. Vielerorts wird die PRT ambulant nur als Selbstzahlerleistung angeboten. Üblich sind dann etwa 100 bis 300 Euro pro Sitzung; bei einer CT-gesteuerten PRT kommen mitunter die Kosten für die CT-Untersuchung hinzu. Weil häufig zwei bis drei Sitzungen nötig sind, summiert sich das schnell auf mehrere hundert Euro. Wenn Sie sich also gerade fragen, was diese Spritze kostet: Bringen Sie Ihre Versichertenkarte mit, das genügt.
Warum das bei uns anders ist. Dass wir die PRT als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung anbieten können, liegt auch an besonderen Verträgen zur bildgesteuerten Schmerztherapie an der Wirbelsäule, die wir mit Krankenkassen geschlossen haben. Für Sie ändert das nichts am Ablauf – nur daran, dass keine Rechnung kommt.
Privat versichert oder Selbstzahler. Privat versicherte Patientinnen und Patienten rechnen wir nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Die Höhe hängt von der behandelten Wirbelsäulenregion und vom Aufwand ab – wir nennen Ihnen den Betrag gern vorab. Private Krankenversicherungen erstatten die PRT je nach Tarif in der Regel.
Was Sie mitbringen. Ihre Versichertenkarte und ein aktuelles MRT oder CT der betroffenen Region, nicht älter als neun Monate. Eine Überweisung brauchen Sie nicht.
PRT in Hamburg-Rissen: Untersuchung, Spritze und Nachsorge aus einer Hand
Eine PRT ist nur so gut wie die Entscheidung, die ihr vorausgeht. Deshalb liegt bei uns alles in einer Hand: Dieselben Fachärzte für Orthopädie, die Sie untersuchen und Ihre Bilder beurteilen, führen auch die Injektion durch und besprechen mit Ihnen den weiteren Verlauf.
Ohne Überweisung, als Kassenleistung. Sie brauchen keine Überweisung, nur Ihre Versichertenkarte und ein aktuelles MRT oder CT. Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die PRT bei uns vollständig.
Unter Röntgenkontrolle, in unserer Praxis. Die PRT führen wir mit einem modernen, strahlensparenden C-Bogen in unseren eigenen Räumen durch. Eine zusätzliche Überweisung an eine radiologische Praxis ist nicht nötig.
Mehr als eine Spritze. Die PRT verschafft Zeit – was danach kommt, entscheidet über den Verlauf. Als Praxis für Orthopädie und Rehabilitationsmedizin begleiten wir Sie auch danach: mit Bewegungstherapie, Physiotherapie-Verordnung und der Frage, wann weitere Schritte sinnvoll sind.
Gut erreichbar im Hamburger Westen. Unsere Praxis liegt in der Gudrunstraße 1, Ecke Wedeler Landstraße, 300 Meter von der S-Bahn-Station Rissen (S1). Vor der Praxis gibt es kostenlose Parkplätze, die Räume liegen barrierefrei im Erdgeschoss. Zu uns kommen Patientinnen und Patienten aus Rissen, Blankenese, Sülldorf, Iserbrook, Osdorf und Nienstedten, aus Wedel, Schenefeld und Holm – und aus ganz Hamburg.
Wann eine PRT infrage kommt
Bandscheibenvorfall mit ausstrahlendem Schmerz in Bein oder Arm
Verengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose) mit Beschwerden beim Gehen
Verengung des Nervenaustrittskanals (Neuroforamenstenose)
Chronischer Rücken- oder Nackenschmerz, der auf Tabletten und Physiotherapie nicht ausreichend anspricht
Wenn eine Operation im Raum steht und wir zuerst prüfen wollen, ob es auch ohne geht
Nicht jeder Bandscheibenvorfall braucht eine PRT. Wir entscheiden das nach Untersuchung und Befund gemeinsam mit Ihnen – nicht nach dem Bild allein.
Was bei einem Bandscheibenvorfall geschieht
Unsere Bandscheiben sind sehr leistungsfähige Schockabsorber und leben von Bewegung. In der Mitte der Bandscheibe befindet sich ein Gallertkern, der von ringförmig angelegten Bindegewebsfasern an seiner Position gehalten wird. Diese Konstruktion ist außerordentlich stabil – in Versuchen hält sie teils mehr als 1.500 kg Druck stand, ohne Schaden zu nehmen. Die Bandscheibe ist nicht durchblutet; sie wird ausschließlich durch Bewegung ernährt und repariert.
Bei einseitigen Haltungen und Belastungen – langem Sitzen etwa – ohne ausgleichende Bewegung entstehen über die Jahre kleinste Verletzungen der Bindegewebsfasern. Summieren sich diese Schäden, können auch die äußeren Fasern nachgeben und der Gallertkern austreten. Das ist der Bandscheibenvorfall.
Bemerkbar macht er sich vor allem dann, wenn er auf einen Nerv drückt. Die Beschwerden liegen dann in dem Gebiet, das dieser Nerv versorgt – als ausstrahlender Bein- oder Armschmerz, je nach Höhe. Je nach Ausmaß können Taubheit oder eine Schwäche der Muskulatur hinzukommen.
Drückt der Vorfall kaum oder gar nicht auf einen Nerv, kann es sein, dass überhaupt keine Beschwerden bestehen. Das ist häufiger, als die meisten Menschen vermuten: In einer Untersuchung an beschwerdefreien Teilnehmern fand sich bereits bei 30 % der Zwanzigjährigen ein Bandscheibenvorfall. Ein Befund im MRT ist deshalb noch keine Diagnose – und kein Grund zu behandeln.
Wie die PRT wirkt
Durch die Verletzung der Bandscheibe kommt ein Reparaturprozess in Gang, und der geht mit einer Entzündung einher. Der mechanische Druck und diese Entzündung zusammen setzen dem benachbarten Nerv stark zu – deshalb sind gerade die ersten Wochen eines frischen Bandscheibenvorfalls oft so schmerzhaft.
Wenn Schmerzmittel und rhythmische Bewegung im Wechsel mit Schonung keine ausreichende Linderung bringen, kann eine gezielte Einspritzung von Kortison an dieser Stelle sehr gut helfen. Unter Röntgenkontrolle führen wir eine Nadel bis in die Nähe des Bandscheibenvorfalls und geben ein Betäubungsmittel und Kortison um den Nerv herum. Das beruhigt den Nerv und dämpft die Entzündung.
Häufig muss die PRT wiederholt werden, um eine anhaltende Linderung zu erreichen. Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, entscheidet sich am Verlauf, nicht am Bild.
Neuroforamenstenose: Wenn der Nervenaustritt eng wird
Zwischen zwei Wirbeln liegt auf jeder Seite eine kleine Öffnung, durch die eine Nervenwurzel die Wirbelsäule verlässt – das Neuroforamen. Diese Öffnung kann enger werden: wenn die Bandscheibe an Höhe verliert und die Wirbel näher zusammenrücken, wenn die kleinen Wirbelgelenke verschleißen und Knochen anbauen, oder wenn ein Bandscheibenvorfall von vorn hineinragt.
Wird es dort eng, meldet sich die Nervenwurzel. Typisch ist ein ausstrahlender Schmerz in Arm oder Bein, der sich beim Aufrichten und beim Gehen verstärkt und beim Vorbeugen oder Sitzen nachlässt – denn in der Beugung öffnet sich die Engstelle ein Stück weit.
Auch hier gilt, was für den Bandscheibenvorfall gilt: Der Befund allein entscheidet nicht. Eine Enge im MRT ist häufig und verursacht längst nicht immer Beschwerden.
Die PRT ist bei der Neuroforamenstenose besonders naheliegend, weil das Ziel der Nadel genau dort liegt, wo das Problem sitzt: unmittelbar an der eingeengten Nervenwurzel. Sie macht die Öffnung nicht weiter – das kann keine Spritze. Was sie kann, ist die gereizte Nervenwurzel beruhigen und die Entzündung dämpfen, sodass Bewegung und gezieltes Training wieder möglich werden. Und bei einer Engstelle ist genau das entscheidend: eine kräftige, gut geführte Wirbelsäule braucht weniger Platz als eine ungeübte.
Was Zeit allein schafft – und warum das wichtig ist
Bei einem neu aufgetretenen Bandscheibenvorfall sind die ersten sechs bis zehn Wochen vor allem durch eine schmerzhafte Einschränkung der Beweglichkeit gekennzeichnet. In dieser Zeit versucht der Körper, den Schaden zu reparieren und den Vorfall aufzulösen.
Gelingt ihm das, nehmen Schmerzen und Bewegungseinschränkung allmählich ab. Der Alltag wird wieder möglich; bei stärkerer Belastung kommt der Schmerz später und fällt schwächer aus. Diese zweite Phase dauert meist erneut sechs bis zehn Wochen. Danach sind viele Menschen beschwerdefrei und bemerken höchstens noch bei sehr hoher Belastung etwas.
Wir sagen Ihnen das so deutlich, weil es die wichtigste Information über Ihren Bandscheibenvorfall ist: Die meisten heilen von selbst. Die PRT ersetzt diesen Prozess nicht – sie verschafft ihm Zeit. Sie nimmt so viel Druck aus dem entzündeten Nerv, dass Bewegung und Physiotherapie wieder möglich werden. Und genau die entscheiden über den langfristigen Verlauf.
Wann wir zu einer Operation raten
Es kann geschehen, dass der Körper den Bandscheibenvorfall nicht auflöst und die starken Schmerzen anhalten. Dann kann die Bandscheibenoperation gut helfen. Ebenso, wenn der betroffene Nerv deutlich geschädigt ist und eine erkennbare Schwäche der Muskulatur besteht – dann sollte der Operation der Vorzug gegeben werden.
Wir sind eine konservativ arbeitende Praxis, aber wir sind nicht gegen Operationen. Wir sind dagegen, zu früh zu operieren.
Wie der Termin abläuft
Vor dem Eingriff
Wir untersuchen Sie, sehen Ihre Bildgebung durch und besprechen, welche Nervenwurzel behandelt werden soll. Sie werden über Ablauf und Risiken aufgeklärt und haben Zeit für Fragen. Bringen Sie bitte eine Liste Ihrer Medikamente mit – blutverdünnende Mittel besprechen wir vorher.
Der Eingriff
Sie liegen auf dem Bauch. Die Haut wird desinfiziert und örtlich betäubt. Unter Röntgenkontrolle führen wir die Nadel an die Nervenwurzel und prüfen die Lage mit einem kleinen Kontrastmittelbild, bevor das Medikament gegeben wird. Die eigentliche Injektion dauert wenige Minuten.
Danach
Sie bleiben noch 30 Minuten zur Beobachtung bei uns. Ein Taubheitsgefühl oder eine Schwäche im Bein können für ein bis zwei Stunden auftreten und sind normal. Diese stammen von der Betäubung. Fahren Sie an diesem Tag nicht selbst Auto – lassen Sie sich abholen oder nehmen Sie die S-Bahn.
Häufig sind mehrere Sitzungen im Abstand von 7 bis 14 Tagen sinnvoll. Nach jedem Termin besprechen wir neu, wie es weitergeht.
Risiken
Wie bei jedem Eingriff mit einer Nadel kann es zu Nebenwirkungen kommen: Blutergüsse, ein vorübergehend erhöhter Blutzucker durch das Kortison, sehr selten eine Infektion oder eine Reizung des Nervs.
Die Röntgenkontrolle dient dabei ausdrücklich der Sicherheit – wir sehen, wo die Nadel liegt, statt es zu vermuten. Wir arbeiten mit gepulster Durchleuchtung und einzelnen Kontrollbildern statt mit Dauerdurchleuchtung, wodurch die Strahlendosis insgesamt sehr gering ist. Über alle Risiken klären wir Sie vor dem Eingriff persönlich auf.
Bei welchen Beschwerden wir die PRT einsetzen
Die PRT wirkt dort, wo eine Nervenwurzel gereizt oder bedrängt ist – und nicht bei jedem Rückenschmerz. Auf diesen Seiten steht, woran wir das unterscheiden:
→ Bandscheibenvorfall – warum der Schmerz ins Bein zieht und wie der Verlauf meist aussieht
→ Spinalkanalstenose – wenn die Beine erst nach einer bestimmten Gehstrecke schwer werden
→ Rückenschmerzen – die drei Ursachengruppen, und wann eine Spritze nicht die Antwort ist
→ Nackenschmerzen – wenn der Schmerz vom Nacken in den Arm ausstrahlt
Häufige Fragen
Was kostet eine PRT-Spritze?
Für gesetzlich Versicherte nichts: Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die PRT in unserer Praxis vollständig – ohne Zuzahlung, auch wenn mehrere Sitzungen nötig sind. Als Selbstzahlerleistung kostet eine PRT andernorts meist etwa 100 bis 300 Euro pro Sitzung. Privatpatienten rechnen wir nach der GOÄ ab.
Zahlt die private Krankenversicherung die PRT?
In der Regel ja, je nach Tarif. Wir rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte ab und nennen Ihnen den Betrag auf Wunsch vorab, damit Sie ihn mit Ihrer Versicherung klären können.
Brauche ich eine Überweisung?
Als gesetzlich versicherter Patient nicht. Sie benötigen jedoch ein aktuelles MRT (oder CT) der betroffenen Wirbelsäulenregion, das nicht älter als 9 Monate ist. Bringen Sie bitte vorhandene MRT- oder CT-Aufnahmen mit, als Web-Code oder als Ausdruck.
Tut die Injektion weh?
Der Einstich ist mit einer Blutentnahme vergleichbar, die Haut wird vorher betäubt. Unangenehmer ist für die meisten das Desinfizieren der Haut, da das Spray ein Kälteempfinden am Rücken auslöst.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Das hängt vom Verlauf ab. Häufig sind es zwei bis drei im Abstand von ein bis zwei Wochen. Wir entscheiden nach jedem Termin mit Ihnen zusammen neu.
Wie schnell bekomme ich einen Termin?
Termine zum Vorgespräch buchen Sie rund um die Uhr über Doctolib. Bei akutem, ausstrahlendem Schmerz rufen Sie bitte an oder schreiben eine E-Mail – dann finden wir kurzfristig etwas.
Wie viel Röntgenstrahlung ist das?
Wir verwenden einen strahlensparenden, modernen C-Bogen. Durch die gepulste Technik und einzelne Kontrollbilder liegt die Dosis eines PRT-Termins deutlich unter der einer CT-Untersuchung der Wirbelsäule.
Und wenn die PRT nicht hilft?
Dann sprechen wir über die nächsten Schritte – weitere konservative Verfahren, oder die Frage, ob eine Operation jetzt der bessere Weg ist. Eine PRT, die nicht wirkt, ist auch eine Information.
