Der Hamburger Winter zeigt sich oft von seiner nassen und grauen Seite: Regen, Schneematsch und Glätte wechseln sich ab, die Tage sind kurz und die Wege rutschig. Für viele Menschen steigt in dieser Jahreszeit das Risiko zu stürzen, besonders für ältere Patienten, Menschen mit Gelenkverschleiß oder mit bereits eingeschränkter Beweglichkeit. Ein Sturz kann nicht nur zu Prellungen führen, sondern auch bestehende Beschwerden an Gelenken und Wirbelsäule verschlimmern. Im Folgenden erklären wir, worauf die erhöhte Sturzgefahr zurückzuführen ist und was Sie selbst tun können, um sicherer durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
Warum das Sturzrisiko im Winter steigt
Mehrere Faktoren kommen im Winter zusammen. Nässe und Laub sorgen für glatte Oberflächen, Dunkelheit erschwert das rechtzeitige Erkennen von Hindernissen, und kalte Temperaturen führen dazu, dass Muskeln und Sehnen weniger elastisch sind. Hinzu kommt, dass viele Menschen bei schlechtem Wetter weniger Bewegung haben, wodurch sich Muskelkraft und Gleichgewicht abbauen können. Wer bereits unter Arthrose, also Gelenkverschleiß, oder unter Osteoporose, einem Knochenschwund mit erhöhter Bruchgefahr, leidet, trägt bei einem Sturz ein zusätzliches Risiko für ernsthafte Verletzungen.
Was Sie selbst zur Vorbeugung tun können
Einige einfache Maßnahmen können das Sturzrisiko spürbar senken:
- Festes, rutschfestes Schuhwerk mit griffiger Sohle tragen, auch für kurze Wege.
- Bei Dunkelheit helle Kleidung oder reflektierende Elemente nutzen und gut beleuchtete Wege wählen.
- Gehhilfen bei Bedarf konsequent verwenden, auch wenn sie unbequem erscheinen.
- Regelmäßige Bewegung beibehalten, etwa durch Spaziergänge bei trockenem Wetter oder gezieltes Training drinnen, um Muskelkraft und Gleichgewicht zu erhalten.
- Auf ausreichende Beleuchtung im Eingangsbereich und auf Treppen zu Hause achten.
- Bei Glätte besonders aufmerksam und mit kleineren Schritten gehen.
Auch der Gelenkschutz spielt eine Rolle: Wer an Knie-, Hüft- oder Schulterarthrose leidet, profitiert oft von warmer, schützender Kleidung, da Kälte und Feuchtigkeit Gelenkbeschwerden verstärken können. Ein angepasstes Bewegungsprogramm kann helfen, die Gelenke beweglich zu halten, ohne sie zu überlasten.
Wann ein Arztbesuch sinnvoll ist
Wenn Sie nach einem Sturz anhaltende Schmerzen, Schwellungen oder eine eingeschränkte Beweglichkeit bemerken, sollten Sie dies ärztlich abklären lassen. Das gilt auch, wenn Sie das Gefühl haben, unsicherer auf den Beinen zu sein als früher, häufiger stolpern oder Angst vor dem Stürzen entwickeln. Eine orthopädische Untersuchung kann klären, ob Gelenkverschleiß, Muskelschwäche oder andere Ursachen zugrunde liegen, und welche Maßnahmen im individuellen Fall infrage kommen.
Wie wir in unserer Praxis vorgehen
In unserer Praxis in Hamburg-Rissen nehmen wir uns Zeit für eine gründliche körperliche Untersuchung und, wenn erforderlich, für eine Bildgebung, um die Ursache Ihrer Beschwerden einzuordnen. Je nach Befund besprechen wir mit Ihnen mögliche Therapieansätze, etwa aus den Bereichen Physiotherapie, manuelle Therapie oder gezielte Trainingsprogramme zur Sturzprophylaxe. Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen einen Weg zu finden, der zu Ihrer Lebenssituation passt.
Mehr dazu auf unserer Website
→ Arthrose
→ GLA:D und Rückenprogramme der Kassen
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung und Beratung.
